Die deutsch-österreichische Schauspielerin Herta Staal ist im Alter von 91 Jahren gestorben. (Urheber/Quelle/Verbreiter: picture alliance/dpa/Archivbild)

Filmstar Herta Staal gestorben

Vor der Filmkamera und auf der Theaterbühne hat Herta Staal in den 50er und 60er Jahren Karriere gemacht – unter anderem mit Filmen wie «Die Rosel vom Schwarzwald» (1956). Am Samstag ist die gebürtige Wienerin im Alter von 91 Jahren in ihrer Wahlheimat München gestorben.

Das teilte Marion Wagner, eine enge Freundin der früheren Schauspielerin, der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Beisetzung soll in Österreich stattfinden. Aus der Branche hatte sich Staal schon vor Jahrzehnten zurückgezogen.

Schauspiel, Tanz, Gesang, Synchronisation – Herta Staal war ein künstlerisches Multitalent. Während ihrer mehr als 40-jährigen Karriere stand sie in ganz Deutschland auf der Bühne und hatte unter anderem mit Auftritten in Tennessee Williams‘ «Die tätowierte Rose» oder als «Colombe» (1957) im gleichnamigen Stück von Jean Anouilh Erfolge gefeiert.

Daneben spielte sie in Film- und Fernsehproduktionen wie «Wo die alten Wälder rauschen» (1956) und «Ein Walzertraum» (1969) mit. Sie trat in Operetten und Musicals auf, arbeitete für den Hörfunk und als Synchronsprecherin.

Mit 18 zum ersten Mal auf der Bühne

Staal hatte eine klassische Tanzausbildung absolviert, unter anderem an der Wiener Staatsoper, sowie Schauspiel und Gesang studiert. Als 18-Jährige gab sie ihr Debüt am Wiener Stadttheater. Engagements führten sie an das Wiener Bürgertheater und an die Landesbühne Graz. Kinostar Johannes «Jopi» Heesters (1903-2011) stand mit Staal einst in Wien auf der Bühne und lud die damals 20-Jährige anschließend mit auf Deutschland-Tournee ein – so wechselte sie ins tragische Fach und verließ ihr Heimatland Österreich.

Seit mehr als 35 Jahren lebte Herta Staal in München – und zwar in einer «entzückenden kleinen Wohnung, im achten Stock mit einem herrlichen Blick auf die Alpen», wie sie anlässlich ihres 85. Geburtstags in einem dpa-Interview erzählte. Auch im hohen Alter habe sie immer wieder Fanpost im Briefkasten vorgefunden. «Die Leute haben mich noch nicht vergessen.»

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